Das chemische Ätzen mit FeCl3-Lösung ist eine wichtige
Produktionstechnik zur Herstellung von Metallformteilen und Leiterplatten.
Nach diesem Verfahren werden Stahl-, Edelstahl und Buntmetallteile bearbeitet.
Die Vorteile von FeCl3 sind:
- Hohe Ätzraten
- Einwandfreie Konturenschärfe
- Geringe Unterätzung
Einen Nachteil stellt jedoch die relativ geringe Metallaufnahmekapazität dar.
Daraus resultieren hohe Entsorgungskosten.
Es wurde ein Elektrolyse-Verfahren entwickelt, bei dem die Elektrodenräume
durch hochselektive Ionenaustauschermembranen von einander getrennt sind. An den Anoden
wird die teilweise verbrauchte Ätzlösung vorbei geführt und es werden die
Eisen-II-Ionen zu Eisen-III aufoxidiert. Im Katholyt befindet sich NaCl und verdünnte
HCl. Von dort wandern Chloridionen durch die Membranen in den Anolyt und es kann sich
neues, gebrauchsfähiges FeCl3 bilden.
Eine Potentialsteuerung des Gleichrichters verhindert die Bildung von Chlorgas,
die bei einem deutlich höheren Potential abläuft als die o.g. FeCl3- Bildung.
Durch die Metalleinlösung steigt die Dichte im Ätzmedium. Über eine
Dichteregelung kann die Dichte der Ätzlösung automatisch konstant gehalten werden.
Die neue Generation der Elektrolysezellen und der zugehörigen Peripherie ist
wegen der Korrosionsgefahr komplett in Kunststoff aufgebaut und im Hinblick auf die
bekannte Schlammbildung im System optimiert worden. So werden die Zellen jetzt mit
speziellen Filtern und Systemen zur Rückspülung und chemischen Spülung angeboten.
Vorteile des Verfahrens sind:
- Konstantes Potential in der Ätzlösung
- Kontinuierlicher Ätzbetrieb
- Vollautomatischer Betrieb
- Geringer Wartungsaufwand
- Kein Verwerfen von verbrauchter Ätzlösung
- Drastische Reduktion des Schlammanfalls
- Drastische Reduktion der Neutralisationskosten
- Kompakte Bauweise
- Einfache Handhabung
- Kurze Amortisationszeit
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