Dialysezellen für Elektrotauchlackbäder
(Verfahrensbeschreibung -
Technische Ändereungen vorbehalten )


Dialysezellen werden in jedem Elektrotauchlackbad eingesetzt. Sie beinhalten die Gegenelektrode zum Werkstück und werden zum Bad hin durch eine Ionenaustauschermembran begrenzt.
In KTL- Becken werden die Anoden in die Zellen eingebaut und durch spezielle Anionenaustauschermembranen abgedeckt. Durch ein externes Anolytsystem wird Anolyt durch die Zellen gepumpt. Beim Lackieren bilden sich im Lack störende Anionen (Salze der Essig- oder Ameisensäure), die aus dem Lack durch die Membran in den Anolyt transportiert und über diesen entsorgt werden. Somit bleibt der Lack stabil und dauerhaft gebrauchsfähig.
In ATL- Becken werden die Kathoden in die Zellen eingebaut und durch spezielle Kationenaustauschermembranen abgedeckt. Durch ein externes Katholytsystem wird Katholyt durch die Zellen gepumpt. Bei diesem Lackiervorgang bilden sich im Lack störende H+- Ionen (Säure), die aus dem Lack durch die Membran in den Katholyt transportiert und über diesen entsorgt werden. Somit bleibt auch dieser Lack stabil und dauerhaft gebrauchsfähig. Industriell kommen Flachzellen und/oder Rundzellen zum Einsatz.
Vergleich der beiden Zellentypen:
  • Flachzellen sind groß, sehr schwer und vom Handlings- und Wartungsaufwand hoch bzw. umständlich einzustufen
  • Rundzellen dagegen sind wesentlich kleiner, viel leichter und vom Handlings- und Wartungsaufwand um ein vielfaches einfacher. Sie lassen sich in vielen Fällen im Bad optimaler um die Werkstücke herum anordnen (u.a. auch als Bodenzellen mit Flanschadapter)

DEUKUM bietet deshalb bevorzugt die Rundzellen an. Für bestehende Flachzellen liefern wir auch entsprechende Ersatzmembranen.

Membraneigenschaften:

  • Hohe mechanische, thermische und chemische Beständigkeit
  • Hohe Beständigkeit gegen Foulingkomponenten
  • Hohe Lebensdauer
  • Keine Verwendung von Klebern bei der Herstellung der Rohrmembranen



Runddialysezellen
für Elektrotauchlackbäder

 
Technische Daten der Zellen:
Rohrlänge:   bis zu 4 m
Durchmesser:   90 mm
Material der Zelle:   PVC
Elektroden:   Edelstähle oder Ti/Mischoxid
Elektrolytmenge:   ca. 100 - 200 l/h x Zelle
Elektrolytanschlüsse:   Druckschlauchtüllen d20
Stromdichte:   ca. 40 - 200 A/m2
Einbau:   seitlich senkrecht oder
über bzw. unter den Werkstücken waagrecht
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